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Mehrwert

Nachhaltigkeitssteuerung

Haltung

Nachhaltiges Bauen ist und bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – heinlewischer stellt sich dieser Aufgabe: hw+ bündelt unsere Kompetenzen. Im Zusammenspiel aus Architektur, Nachhaltigkeit und Bauphysik bringen wir gestalterische Qualität, energetische Effizienz und ökologische Verantwortung in der Gesamtbetrachtung nachhaltigen Bauens integrativ zusammen. Ob Sanierung, Umbau, Erweiterung oder Neubau – wir planen und bauen Architektur, die von Dauer ist. Im wertschätzenden Dialog entwickeln wir gemeinsam die nachhaltigsten Lösungen.

»Mit einer Kompetenzstelle zur Nachhaltigkeitskonzeption, Nachhaltigkeitskoordination und Bauphysik bieten wir eine ganzheitliche Betrachtung an, die über das koordinatorische Leistungsbild der Architektur hinausgeht.«
Lasse Wübbenhorst, Architekt bei heinlewischer, BNB-zertifizierter Koordinator Nachhaltiges Bauen

Motivation

hw+ bildet ein neues Geschäftsfeld. Dazu standen wir, Philine Oberwalleney und Tania Ost, im Austausch mit dem Team von hw+.

Warum ist das Feld so relevant?

Nachhaltigkeit ist weit mehr als die Erfüllung politischer Ziele oder rechtlicher Vorgaben – sie ist eine Antwort auf die komplexen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Veränderungen fordern unser Umdenken. Die Bauwirtschaft verantwortet dabei weltweit 40 Prozent des Energieverbrauchs, 50 Prozent des Abfallaufkommens und 60 Prozent des Ressourcenverbrauchs. Solche großen Aufgaben können wir nicht ignorieren: heinlewischer handelt und gestaltet diesen Weg aktiv mit. Mit hw+ stärken wir den Fokus und unseren Wirkungskreis.

Was hat Euch motiviert, diesen neuen Kompetenzbereich aufzubauen? Und welche Lücken wollt Ihr mit hw+ schließen?

Wir wissen um die Verantwortung, die wir als Planerinnen und Planer tragen, und wollen die Transformation des Bauwesens aktiv mitgestalten. Das Themenfeld ist jedoch groß. So groß, dass viele Projektbeteiligte nicht wissen, in welche Richtung sie gehen können und sollten, um den größtmöglichen Impact zu erzielen. Wir erkennen zwei Lücken: Die erste Leerstelle entsteht gleich zu Projektbeginn. Viele unterschätzen, wie fundamental die Analyse und – in der Folge – der Aufbau von Grundsätzen ist. Eine zweite Schwachstelle entsteht, weil Fachplanerinnen und -planer nur punktuell eingebunden werden können: Sehr gute Fachleute interagieren nicht bestmöglich, weil sie nicht nah und engmaschig genug zusammenarbeiten. Mit unseren Kompetenzen im Feld der Objektplanung und Bauphysik hat hw+ die idealen Voraussetzungen, diese Lücken zu schließen.

Wie unterscheidet sich Euer Ansatz von anderer Nachhaltigkeitskoordination?

Wir verstehen uns nicht als Nachhaltigkeitskoordinatorinnen und -koordinatoren, die Listen führen und fordern, sondern agieren als Team. Unsere Erfahrung in der Planung, Objektüberwachung und Bauphysik bündeln wir zu einer projektbezogenen Nachhaltigkeitsstrategie, die über die System- und Leistungsgrenzen hinausgeht. Aus unserem konzeptionellen Ansatz der Architektur heraus können wir als Kompetenzteam bereits in der Leistungsphase 0 sowohl eine generalistische Perspektive als auch unsere Expertise einbringen: Mit hw+ stehen wir projektbegleitend bis zur Fertigstellung als Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung. Wir steuern den Prozess.
 

Leistungen

Nachhaltigkeitskonzeption und -koordination

Grundlegende Entscheidungen für nachhaltiges Bauen fallen bereits in der Vorprojektphase, nicht erst mit der Auswahl des Planungsteams. Von der Zielanalyse über die Konzepterstellung und Planungsphase bis zur Realisierung übernehmen wir die Nachhaltigkeitssteuerung.

Gebäudesimulation

Die thermische Bauphysik ist die Kernkomponente der energetischen Betrachtung. Sonnenstands- und Lichtanalysen sowie weitere thermische Simulationen bieten essenzielle Entscheidungsgrundlagen zur Integration von fundierten, thermischen Aspekten in die Architekturentwicklung.

Energieberatung

Energieverbräuche und Betriebskosten sind ein wesentlicher Faktor für die Effizienz eines Gebäudes. Über alle Leistungsphasen hinweg legt unsere Energieberatung die Grundlage für ein ökologisch wie ökonomisch sinnvolles Energiekonzept.

Akustik

Bau- und Raumakustik schließen wir in unsere Konzeption ein: Über unsere Analysen und die Integration daraus resultierender Maßnahmen steigern wir die Raumqualität.

Ökobilanzierung und Lebenszykluskostenberechnung

Fundierte ökologische und ökonomische Entscheidungen sind essenziell für eine nachhaltige Entwicklung. Durch die umfassende und projektbegleitende Analyse der Lebenszykluskosten (LCC) und der Ökobilanz (LCA) können wir sowohl das gesamte Gebäude als auch spezifische Aspekte ganzheitlich bewerten und optimieren.

Zertifizierung

Unsere hausinterne Nachhaltigkeitskoordination ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung und sichert einen strukturierten Zertifizierungsprozess: Der Informationsfluss läuft organisiert und effizient.

Interdisziplinärer Ansatz

Was versteht Ihr unter einem generalistischen Ansatz, ganz konkret?

Architektinnen und Architekten sind Generalisten. Das heißt für uns, aus unterschiedlichsten Perspektiven konkrete Anstöße zu geben. Dabei übernimmt hw+ als zentrale Schnittstelle die Nachhaltigkeitssteuerung unter direkter Einbeziehung der Bauphysik. Als Architekturbüro wissen wir: Schnittstellen sind keine Barrieren, sondern Brücken. Mit Blick auf mögliche Zielkonflikte können wir im Vergleich zur Arbeit mit Externen aufkommende Themen viel direkter und schneller, d. h. ohne Umwege, lösen – der Gesamtprozess stabilisiert sich. Wir arbeiten dadurch zielgerichteter, vermeiden Redundanzen und ersparen allen Projektbeteiligten aufwendige Lösungen. Und trotzdem fragen wir uns jedes Mal: Was hätten wir noch besser machen können? Durch die interne Anbindung an das Projektteam können wir aus jedem Projekt deutlich direkter lernen und unseren Erfahrungsschatz stetig erweitern.

Wofür steht das Plus? Für Addition, für Verbindung, für Mehr?

Das Plus steht für Ganzheitlichkeit, Synergie und Mehrwert. Unser integraler Ansatz eröffnet neue Perspektiven: Fundierte Lebenszyklusanalysen oder -kostenberechnungen bieten die Datengrundlage für notwendige Entscheidungen. Insbesondere die thermische Bauphysik liefert technische Daten, um architektonische Konzepte mit ökologischen Anforderungen optimal in Einklang zu bringen. Unser Anspruch an architektonische Qualität bleibt im Fokus und wird durch unsere Nachhaltigkeitskonzepte gestärkt.

Wie gestaltet Ihr die Nachhaltigkeitskonzeption?

Den Auftakt bilden Workshops mit dem Ziel, allen Beteiligten frühzeitig eine Orientierung und fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten: Wir entwickeln ein gemeinsames Verständnis, hinterfragen bisherige Ansätze und zeigen neue Wege auf. Auf dieser Basis entwerfen wir Zielbilder und -strategien, die auf das jeweilige Projekt zugeschnitten sind. Wir schaffen einen individuellen Weg für das Projekt. Auch hier profitieren wir vom ganzheitlichen Ansatz bei hw+: mit Bauphysik, Objektplanung und -überwachung.

Wie entwickelt Ihr Lebenszyklusanalysen oder -kostenberechnungen – und was bewirken sie?

Ganz allgemein basieren unsere Analysen auf standardisierten Verfahren, z. B. nach den Vorgaben des BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen). Uns geht es allerdings um mehr als nur Ökobilanzierungen (LCA) oder Lebenszykluskostenberechnungen (LCC). Analysen, Konzepte und Simulationen machen Nachhaltigkeitsziele greifbarer, messbarer und anschaulicher. Das Schöne ist, wir nutzen für die Erstellungen die BIM-Modelle unserer Architektur: Nachhaltiges Bauen bleibt nicht länger abstrakt, sondern wird konkret im Planungsalltag umsetzbar. Diese Variantenvergleiche schaffen die notwendige Transparenz, um auf einer belastbaren Datengrundlage langfristig klimafreundlichere und wirtschaftlichere Lösungen zu entwickeln.
 

»Als Architekturbüro wissen wir: Schnittstellen sind keine Barrieren, sondern Brücken. Mit Blick auf mögliche Zielkonflikte können wir im Vergleich zur Arbeit mit Externen aufkommende Themen viel direkter und schneller, d. h. ohne Umwege, lösen – der Gesamtprozess stabilisiert sich.«
Anika Beer, Architektin bei heinlewischer, Objektüberwachung

Ausblick

Wie verändert dieser zusätzliche Kompetenzbereich unser Büro – und unser Denken als Architektinnen und Architekten?

In der Praxis scheinen Spielräume oft begrenzt. Wer unserer Expertise vertraut, holt die Anfangsinvestition in den späteren Leistungsphasen direkt wieder rein. Längerfristig sehen wir in unserem Ansatz einen Schlüssel, dem Klimawandel und der Ressourcenknappheit zu entgegnen. Gemeinsam ressourcenschonend: Mögliche Synergien werden früher erkannt und entsprechend genutzt. Wir sind nah am Projektteam, können schnell agieren und tragen dazu bei, dass Nachhaltigkeit von allen Beteiligten als eindeutiger Mehrwert für das Projekt verstanden wird.

Wie könnt Ihr standortübergreifend den Schneeballeffekt nutzen und sehr viel mehr bewirken als das, was Ihr als Team leisten könnt?

Die besten Prozesse werden in Projekten entwickelt: Das Level 2030 mit Blick auf die Ökobilanzierung aus dem Projekt Null Emissionsgebäude HafenCity, Hamburg ist ein wegweisendes Werkzeug, das immer weiterentwickelt wird. Schließlich arbeiten wir in einem sehr dynamischen Umfeld, das sich aus immer neuen Erfahrungen und Entwicklungen speist. Solche Werkzeuge können dann in weiteren Projekten angewendet werden: Sie bilden dort eine fundierte Basis und gehen sogleich Schritt mit dem Fortschritt. Und hier ist ein standortübergreifender Wissenstransfer der Schlüssel: Gerade in den Vorträgen oder in den Werkstätten im Rahmen unserer Akademie können wir unsere Erfahrungen – diesen Wissensschatz – auch standortübergreifend teilen.

»Gemeinsam ressourcenschonend: Die Verbindung von Objektplanung und Bauphysik führt zu nachhaltigeren Entscheidungen. Mögliche Synergien werden früher erkannt und entsprechend genutzt.«
Alica Brandt, Bauingenieurin bei heinlewischer, BNB-zertifizierte Koordinatorin Nachhaltiges Bauen

Referenzen

RWTH Aachen, Kita und Bürogebäude Campus Melaten, Neubau
> zum Projekt

Viega, Attendorn, Schulungszentrum Viega World, Neubau
> zum Projekt

Innovationszentrum FUBIC, Berlin, Neubau und Sanierung
> zum Projekt
> zum Magazin-Beitrag Substanz

Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Neubau
> zum Projekt

Null Emissionsgebäude HafenCity, Hamburg, Neubau
> zum Projekt
> zum Magazin-Beitrag Verantwortung

Gymnasium Köln-Deutz, Neubau
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Universität Konstanz, Gesamtsanierung Gebäude C, D, E
> zum Projekt

Nachhaltigkeitssteuerung
plus@heinlewischer.de