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Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Direktion Rostock, Dienstgebäude

Visualisierung: heinlewischer
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Piktogramm: heinlewischer
Piktogramme: heinlewischer
Lageplan: heinlewischer

Auf Stützen gestellt

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist verantwortlich für die Pflege, Entwicklung und Verwertung von Bundesimmobilien. In ihrem eigenen Arbeiten und Handeln dem nachhaltigen, klimaneutralen Bauen verpflichtet, werden auch alle Standorte der BImA nach diesem Leitbild gestaltet. So ist die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes auch das zentrale Anliegen für das neue Verwaltungsgebäude der BImA in Rostock, mit dem 277 Büroarbeitsplätze entstehen.

In unserem Entwurf bildet ein kompakter, viergeschossiger Baukörper gemeinsam mit dem benachbarten Bestandsgebäude ein freistehendes Gebäudeensemble im südöstlichen Kreuzungspunkt des städtebaulichen Quartiers. Zentrales Entwurfselement ist eine offene, „entmaterialisierte“ Parkebene, die sich großflächig unter die vier Bürogeschosse schiebt. Die Parkebene ist mit einem durchlässigen Gitternetz aus Betonfertigteilen bedeckt – dem Grid –, das wechselnd mit offenen und geschlossenen Flächenelementen ausgefüllt wird und in der Eingangsebene vielfältige Freianlagen schafft.

Um die Flächenversiegelung zu begrenzen, erhält der Parkbereich ein offenes Verbundpflaster auf einer Drainageebene. Durch die offene Gitterkonstruktion der Decke wird die Parkebene natürlich belüftet, belichtet und begrünt. Der Materialverbrauch wird auf ein Minimum reduziert, sämtliches Regenwasser verbleibt auf dem Grundstück.

Mit seinem zurückspringenden Eingangsbereich zeigt sich der Neubau als einladendes Bürogebäude und bildet eine markante Adresse im urbanen Kontext. Um eine gleichwertige Nutzungsqualität aller Büroräume zu erreichen, gruppieren sich die Büroeinheiten entlang einer zentralen Funktionsachse in Form eines H-förmigen Grundrisses. Die Ost-West-Ausrichtung reduziert den Wärmeeintrag auf ein Minimum.

Die Bürogeschosse werden in Holzmodulbauweise errichtet, dabei werden die Raummodule komplett vorgefertigt und einschließlich des Innenausbaus und der Fassade auf die Baustelle geliefert. Auf den Dachflächen ist in Kombination mit Photovoltaikmodulen ein artenreiches, extensives Gründach mit bienen- und insektenfreundlichen Stauden und Strukturelementen geplant. Die Fassaden erhalten eine wand- und bodengebundene Fassadenbegrünung. 

Erstmals wurde bereits im Wettbewerbsverfahren eine vereinfachte Berechnungsmethode zum Nachweis der Umweltproduktdeklarationen (EPD) gefordert.

Auslober
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Schwerin
Entscheidung
Januar 2024
Zusammenarbeit
mit EGL Hamburg
Art des Wettbewerbs
Nichtoffener Planungswettbewerb mit 12 teilnehmenden Teams
Ergebnis
4. Preis
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