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Klinikum Dortmund, Klinikzentrum Nord, Neubau, Sanierung und Umbau Zentral-OP

Foto: Fritz Brunier
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Lageplan: heinlewischer

Operieren im Park

Das gute Miteinander und die reibungslose Zusammenarbeit im Krankenhaus sind lebensentscheidend. Dafür steht das Konzept des Neubaus der zentralen OP-Abteilung im Klinikum Dortmund Nord: Eine klare, modulare Struktur, die die Betriebsabläufe deutlich optimiert und gleichzeitig eine positive Atmosphäre schafft.

Das Klinikum Dortmund ist ein Haus der Maximalversorgung und das größte Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Am Standort Nord wurde das bestehende OP-Zentrum saniert und um einen Neubau erweitert. 2022 wurde die Erweiterung als erster Bauabschnitt abgeschlossen und der Neubau mit seinem hochmodernen OP-Trakt in Betrieb genommen.

Trotz vielfältiger Herausforderungen, wie etwa Arbeiten im laufenden Betrieb und während Coronazeiten, wurde das Gebäude pünktlich fertiggestellt. Die Planungen für das Bauprojekt starteten bereits 2016 mit einer Machbarkeitsstudie, wobei nach der Entwurfs- und Planungsphase gleich die erste Herausforderung gemeistert werden musste. Um ausreichend Stabilität zu gewährleisten, wurden im Baugrund des vorgesehenen Grundstücks 20 m lange Bohrpfähle im Boden versenkt.

Darauf entstand ein OP-Zentrum mit 7.800 m² BGF auf zwei Ebenen. Nun verfügt das Klinikum Dortmund am Standort Nord über 15 Operationssäle, davon 11 neue OPs und vier im Bestand. Im Sinne eines „Smart Hospitals“ wurde die Chance genutzt, die neuen OP-Säle, die interdisziplinär genutzt werden, mit modernsten Diagnose- und Therapiegeräten auszustatten. Dank ausgeklügelter Kommunikationstechnik können etwa die Operateure in mehreren OP-Sälen hinzugeschaltet werden. Bei zwei OP-Einheiten handelt es sich um so genannte Hybrid-Säle, die mit 73 m² gut eineinhalbmal größer als die übrigen Säle sind und für aufwendige Gefäßeingriffe über spezielle Angiographie-Anlagen verfügen.

Der Neubau stellt eine neue Infrastruktur bereit, die die Betriebsabläufe durch kürzere Wege und funktionale Neuordnungen optimiert. Zur effektiveren Ressourcennutzung wurden Cluster aus jeweils drei OP-Sälen mit Vorzone, Sterilgutlagern und einem Einleitungsraum gebildet. Durch die OP-Saal-übergreifende Nutzung der Einleitung konnten zusätzliche Flächen gewonnen werden.

Die charakteristische Fensterfront ist mit feststehenden Lamellen und einem Verdunklungsrollo zwischen Fenster und Lamellen versehen sowie an den entscheidenden Stellen mit blickdichter Folie beklebt, um die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Ein wichtiger Punkt des Entwurfkonzeptes lag darauf, das Licht und damit auch die Atmosphäre des benachbarten Fredenbaum-Parks in die OP-Säle zu holen um eine positive Atmosphäre für alle zu schaffen. In einem zweiten Bauabschnitt wurde die Fläche der bisherigen OP-Säle zur Holding-Area und zur OP-Vorbereitung umgebaut.

Bauherr
Klinikum Dortmund gGmbH
Fertigstellung
August 2025
Auszeichnung
AKG-Preis für herausragende Gesundheitsbauten 2025 (Anerkennung)
Leistung
Architektenleistung
Leistungsphasen 1 - 9
Bruttogrundfläche
7.715 m²
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