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Museum in Konin, Polen, Umgestaltung einer ehemaligen Brennerei zu einem Ausstellungs- und Bildungskomplex

Visualisierung: Piotr Banak
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Piktogramme: heinlewischer
Visualisierung: Piotr Banak
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Regeneration

Der Entwurf verwandelt die ehemalige Brennerei in Konin in einen zeitgemäßen Ausstellungs- und Bildungskomplex und bewahrt zugleich ihr industrielles Erbe. Die architektonische Idee verbindet die historischen Schichten des Ortes mit einer zukunftsorientierten, ökologisch verantwortlichen Haltung: So entsteht ein neues kulturelles Zentrum, in dem Natur, Bestand und zeitgenössische Architektur miteinander in Dialog treten.

Das bislang wenig lesbare Areal wird neu geordnet und zu einem offenen, vielfältigen Kulturort entwickelt. Präzise geführte Wege gliedern das Gelände, schaffen Orientierung und eröffnen gezielte Blickbezüge zum See und zur Landschaft. An ihren Schnittpunkten entstehen Aufenthaltsbereiche, die den Museumskomplex selbstverständlich in den öffentlichen Raum einbinden.

Im Mittelpunkt steht die Idee einer regenerativen Architektur: Materialien aus dem Rückbau erhalten ein zweites Leben und fließen in neue Baukörper, Freiraumelemente und Installationen ein. Die historischen Gebäude werden behutsam saniert, funktional neu organisiert und durch klar ablesbare, reversible Eingriffe ergänzt. Barrierefreiheit, intuitive Wegeführungen und integrative Gestaltung sorgen für uneingeschränkte Zugänglichkeit.

Ein neuer eingeschossiger Pavillon bildet das zeitgenössische Pendant zum industriellen Bestand. Seine modulare Struktur nimmt die Logik der ehemaligen Kesselhalle auf und bietet flexibel nutzbare Räume für Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen. Das begehbare Dach eröffnet neue Perspektiven auf den Komplex und den See, während mobile Wände unterschiedliche Nutzungsszenarien ermöglichen – offen, kommunikativ oder als ruhiger Raum für Kunst und Medien.

Die landschaftliche Gestaltung folgt einem naturalistischen Ansatz: Sanft geführte Wege, vielfältige Vegetation und renaturierte Flächen stärken das Mikroklima und fördern die Biodiversität. Ergänzt um ressourcenschonende Technologien, passive Energiekonzepte und Regenwassermanagement entsteht ein Ensemble, das historischen Wert respektiert und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Blick in die Zukunft richtet.

Auslober
Regionalmuseum Konin und Verband Polnischer Architekten (SARP), Abteilung Posen, Polen
Entscheidung
Januar 2026
Art des Wettbewerbs
Zweistufiger Realisierungswettbewerb mit 25 teilnehmenden Teams
Ergebnis
1. Preis
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