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Zukunft Stadthaus-Areal Bonn

Visualisierung: Piotr Banak
Piktogramme: heinlewischer
Lageplan: heinlewischer
Visualisierung: Piotr Banak
Schnitt: heinlewischer
Schnitt: heinlewischer

Bonna Montis

Ausgehend von der „Modernität des Dauerhaften“ verstehen wir den Entwurf für das Stadthaus Bonn als konsequente Transformation des Bestands. Nicht Abriss und Neubau, sondern Ertüchtigung, Weiterbau und präzise Ergänzung bilden die Grundlage. Die robuste Struktur des Hauses wird zur Ressource: Wir stärken seine Offenheit, ohne seine Identität zu verändern. Das vormals introvertierte Gebäude wird zum aktiven Teil der Stadt.

Städtebaulich wird das Stadthaus geöffnet und neu adressiert. Ein klar gestalteter Eingang am Elisabeth‑Selbert‑Platz schafft Zugänglichkeit und Präsenz. Mit dem „Vertikalen Park“ entsteht ein durchgängiges, begrüntes Erschließungssystem, das Blickbeziehungen herstellt und die umliegenden Quartiere miteinander verknüpft. Aktivierte Erdgeschosszonen mit öffentlichen Nutzungen fördern Begegnung und beleben den Stadtraum.

Der Freiraum wird als integraler Bestandteil gedacht: Plätze, Grünflächen und Dachlandschaften bilden ein klimaresilientes Gefüge mit hoher Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig stärkt ein neu geordnetes Wegenetz den Fuß- und Radverkehr und reduziert Barrieren.

Das Stadthaus entwickelt sich zum urbanen Hybrid. Öffentliche Nutzungen, Verwaltung und Wohnen werden miteinander verwoben und schaffen ein offenes „Haus für alle“. Grundlage ist eine konsequent nachhaltige Strategie: Erhalt der Fassade, Wiederverwendung von Bauteilen und ein energieeffizientes Versorgungskonzept mit hohem Anteil erneuerbarer Energien.

So entsteht aus dem Bestand ein zukunftsfähiges Gebäude – nicht durch spektakuläre Eingriffe, sondern durch präzise Weiterentwicklung.

Auslober
Bundesstadt Bonn, Städtisches Gebäudemanagement (SGB)
Entscheidung
Mai 2026
Zusammenarbeit
mit Sylvia Heinle, HJPplan+ Aachen, Rehwaldt Landschaftsarchitekten Dresden, schlaich bergermann partner Berlin, Prof. Rühle, Jentzsch & Partner Dresden und Transsolar Energietechnik Stuttgart
Art des Wettbewerbs
VgV-Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Planungswettbewerb als nichtoffener, anonymer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013
Ergebnis
2. Preis
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